Menschen hautnah: H. Koelbl & Benni 'Arschloch' St.-B.

Gebleichter Zellstoff, Vinyl, Zelluloid und ... ja ... Mist, woraus besteht TV?

Moderator: hessen-wohin

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Tischlampe
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Menschen hautnah: H. Koelbl & Benni 'Arschloch' St.-B.

Beitrag von Tischlampe »

Brandaktuell heute abend:

<img src="http://www.uni-kiel.de/folium/images/sb_31.jpg" width=200>
Mittwoch, den 2.6.2004, 22.25 - 23.10 Uhr, WDR Fernsehen : Herlinde Koelbl erlebte Benjamin von Stuckrad-Barre zwischen Rausch und Ruhm. Die Höhen und Tiefen dieser Selbstfindung sind Stationen des Films.

Wiederholungen:
Montag, 07.06. 15.35 hr
Mittwoch, 09.06. 10.15 WDR


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Jürgen W. Möllemann
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Beitrag von Jürgen W. Möllemann »

Und <a href="http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9 ... ntent.html" target="_blank" class="postlink">das</a> erwartet Sie.
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Beitrag von Tischlampe »

Es wäre nett und interessant, wenn sich die vor Ort anwesenden und sowieso Alles weg lesenden Medienbeobachtungsprofis aufraffen könnten, hier Stimmen aus dem Föhetong über diesen schamlos hingegaunerten BvSt-B.- PR-Clip zusammen zu tragen.
Man kommt ja selber zu nichts.
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Pelzer
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Beitrag von Pelzer »

heute in der <a href=http://www.taz.de/pt/2004/06/03/a0205.n ... zeitung</a>:
die taz hat geschrieben:Kaum drei Jahre später ist Stuckrad-Barres neues Buch da und alles, wirklich alles, ist anders. Harald Schmidt macht Kabarett, Anke Engelke sitzt auf seinem Sendeplatz und Benjamin von Stuckrad-Barre, da hilft auch drüber schreiben nicht, ist vorerst selbst zur Mediensatire geworden. Pünktlich zum Erscheinen seines neuen Buches "Festwertspeicher der Kontrollgesellschaft Remix 2" ist eine Promotion-Maschinerie angesprungen, die, vom Spiegel über Beckmann bis zum gestern ausgestrahlten Porträt der Filmemacherin Herlinde Koelbl im WDR, vor allem eines will: mit Hilfe von Stuckrad-Barres Sucht- und Krankheitsgeschichte ein paar Peinlichkeiten der letzten Jahre entschuldigen und gleichzeitig die Werbetrommel für ein Buch rühren, das weder die Sucht noch sein sozial auffälliges Verhalten reflektiert.

Die Enttäuschung ist vorprogrammiert: Selbst Menschen, die vorher nie von Stuckrad-Barre gehört haben, wissen inzwischen, dass ausgerechnet Udo Lindenbergs Panikdoktor den jungen Literaten nach zwei gescheiterten Klinikaufenthalten aus den Abgründen seiner Kokainsucht gerettet hat. Und doch wirkt die Welt in "Remix 2", als hätte sie sich seit Jahren nicht gedreht. Auf 485 Seiten berichtet Stuckrad-Barre von lang vergangenen Lesungen, Madonnas vorletztem Album und Robbie Williams vorvorletzter Tournee. Er schreibt - ausgerechnet- Klosprüche ab, persifliert die längst vergessene Affäre zwischen Boris Becker und Sabrina Setlur, trifft Julian Nida-Rümelin und erzählt von Menschen, die im Spiegel gelesen haben, dass Berlin-Mitte sehr, sehr aufregend sei. So weit, so unfassbar retro: Es sind Nachrichten aus einer soeben erst vergangenen und gerade deshalb seltsam fremd wirkenden Epoche.
und bitte, liebe kinder, nicht nachmachen: "vorprogrammiert" ist ein genauso scheußlicher pleonasmus wie "aufoktroyiert" und "einzelindividuum".
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Pelzer
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Beitrag von Pelzer »

und noch schöner heute in der <a href="http://www.zeit.de/2004/24/kriti_in_k_9frze">ZEIT</a>
DIE ZEIT hat geschrieben:Wer heute durch den Spiegel zwitschert, trifft nicht mehr den kollaborierenden, sondern den rundum fernsehkompatiblen Intellektuellenimitator. Zum Beispiel neulich seitenlang Benjamin von Stuckrad-Barre, zur neuen Buchpremiere dank Udo Lindenberg („Ich fühlte mich sicher, weil eben Udo dabei war“) und Herlinde Koelbl („Ich habe sie aus der dritten Klinik mal angerufen, und wir haben uns verabredet. Sie hat dann dort ihre Apparate aufgebaut und mich gefilmt und fotografiert“) rechtzeitig vor Ausstrahlung des Stuckrad-Barre-ist-krank-Dokumentarfilms im WDR (Schämen die sich eigentlich bei gar nichts mehr?) vom Krankenlager auferstanden.
zuguterletzt ein beitrag in der <a href="http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultu ... rankfurter Rundschau</a>, der nicht direkt mit dem Porträt zu tun hat, aber BvS-B auch schön abwatscht und von jürgen roth stammt:
FR hat geschrieben:Da hat einer nichts Besseres zu tun, als zunächst mal die neue deutsche Nationalliteratur als ausgesprochen bübische und im Verbund mit Christian Kracht & Co. bombenscharfe Popliteratur zu erfinden, anschließend durchs Land, durchs Fernsehen (MTV) und durch die "Gazetten" (B. v. Stuckrad-Barre) zu röhren und bei Gelegenheit via BamS an der Seite von Anke Engelke irgendwie paarungs- oder paarbildungswillig aufzulaufen - um dann des weiteren was zu unternehmen? Sich hochgradig originell den Kopf mit den handelsüblichen Societydrogen vollzustopfen und im europäischen Elendsquartier Zürich abzutauchen.
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Verkatert
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Beitrag von Verkatert »

berlinonline
berlinonline hat geschrieben:Wenn der Autor schweigt, dann lässt sie sich eben Lieder vorsingen durch ein Kind von Freunden Stuckrad-Barres, bei denen er zunächst untergekommen ist in Zürich. Und als sie sein sagenhaft vermülltes Zimmer begutachtet, meint sie nur sehr freundlich: "Da kann man doch gar nicht mehr schlafen!" - worauf Stuckrad-Barre ihr etwas von "Drei-Felder-Wirtschaft" erzählt, dass er eben woanders hingeht, wenn irgendwo was umkippt. Und dass er momentan das anzieht, was die Riechprobe am ehesten besteht. Die Rückkehr zu seinen wohlfeilen alten Pointen misslingt also kläglich, an diesen Stellen ist es Koelbl, die schweigt.

Und was sollte man auch erwidern, wenn jemand sich gerade in allerjämmerlichster Verfassung präsentiert, mit verquollenem Gesicht, mit ziemlich dreckigem T-Shirt, mit einem Blick, der sein Gegenüber nicht zu fixieren vermag? Dieser völlig unkommentierte Film ist eine Demontage des Mythos Stuckrad-Barre, der sich selbst als "ideenflüchtig" bezeichnet, bei den Videoaufzeichnungen am ganzen Leib zittert und glaubt, dass ihm nur eine Bühne dabei helfen kann, eins zu werden mit dem, was er macht. Aber es ist dem Einfühlungsvermögen seiner Autorin zu verdanken, dass man das Ergebnis mit so großer Milde betrachtet,...
Nein!
wie es nach Stuckrad-Barres omnipräsenter, eitler Selbstdarstellung über allzu lange Jahre ja eigentlich gar nicht mehr möglich zu sein schien. Unterdessen ist er dahin zurückgekehrt, worin er doch umzukommen glaubte. Die Drogenbeichten erreichten jüngst die breite Öffentlichkeit, zum Buchstart von "Remix 2" gibt es eine vierwöchige Lesereise. Benjamin von Stuckrad-Barre blickt - und das vielleicht ausgerechnet durch Herlinde Koelbls so beschützenden, verständnisvollen Film - auf seinen Existenzkampf nur noch zurück als Stoff, der die immer währende Beschäftigung mit dem eigenen Leben in der Kunst fortschreibt: "Wenn ich daraus einen Roman machen kann, dann hat es sich gelohnt . Schreiben, das muss von der Hölle handeln."
Ab auf den Berg und her mit dem Bier, aber hallo



EDIT: äh. weiß ich auch nicht, herr pelzer. da müssen düstere, kapitalistische machenschaften am werk gewesen sein. müsste jetzt aber gehen.
Zuletzt geändert von Verkatert am 4. Jun 2004, 15:20, insgesamt 2-mal geändert.
Dürer? Hab ich nie gelesen.
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Pelzer
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Beitrag von Pelzer »

ich hab dem strang mal zur selbständigkeit verholfen.

warum aber, verkatert, sie mir full ein esprit-

full needle polo shirt
Polo mit langem Kurzarm
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Nur 22,95 EUR

empfehlen, bleibt mir rätselhaft.
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Jürgen W. Möllemann
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Beitrag von Jürgen W. Möllemann »

Es gibt aber auch Leute, die Stucki klasse finden.

»Mit viel Sprachwitz, Beobachtungsgabe und bissiger Ironie vermischt er Realität und Fiktion, bis daraus Kunst wird.«

<a href="http://www.stern.de/unterhaltung/bueche ... 7&nv=ct_mt" target="_blank" class="postlink">Schreibt</a> ein Herr Andrej Sokolow für die <i>dpa</i>. Und der <i>Stern</i> stellt's auch noch ins Netz.
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Olaf Ittenbach
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Beitrag von Olaf Ittenbach »

Wie immer topaktuell, hat auch der SPIEGEL diese brandheisse, bewegende Geschcihte entdeckt:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,302651,00.html
EX-LIEBE

Stuckrad-Barre wirft Engelke Verrat vor

Benjamin von Stuckrad-Barre scheint das Ende seiner Beziehung zu Comedy-Star Anke Engelke noch nicht verdaut zu haben. In einer TV-Dokumentation sagte der Popliterat, er fühle sich von der 38-Jährigen verraten.

Hamburg - Laut "Bild"-Zeitung berichtet der 29-Jährige in einer WDR-Dokumentation, Engelke habe ihn "ausgebootet". Er sei "da richtig verrückt geworden". Auch Journalisten ließen sich von Engelke hinters Licht führen. "Alle Feuilleton-Deppen fallen auf die rein und denken: Mensch, die ist sexy und klug. Sie macht mit allen die Spiele und alle gehen darauf ein und schreiben dann nett über sie", klagte Stuckrad-Barre.

Stuckrad-Barre und Engelke waren vier Jahre lang ein Paar. Im März 2003 trennten sich die beiden. Inzwischen ist Engelke mit dem Musiker Claus Fischer liiert, der auch in ihrer Late-Night-Show auftritt. Über ihren neuen Freund sagte die TV-Frau, er sei "nicht so ein Schwätzer".

Nach der Trennung von ihrem Ehemann Andreas Grimm habe sie wenig Glück mit Männern gehabt. Die Beziehung zu Moderator Niels Ruf sei "verlorene Zeit" gewesen, sagte sie im vergangenen Jahr dem "Stern". "Ich glaube heute, das war so eine Art Selbstbestrafung - dafür, dass ich Andreas verlassen hatte." Die Beziehung zu Stuckrad-Barre bezeichnete sie als "eher kompliziert".
Interessant ist besonders dieser Satz:
Laut "Bild"-Zeitung berichtet der 29-Jährige in einer WDR-Dokumentation, Engelke habe ihn "ausgebootet".
Der SPIEGEL bezieht also seine brisanten Informationen aus der BILD?
Der verbreitetste Ruffel ist der Unruffel!
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Jürgen W. Möllemann
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Beitrag von Jürgen W. Möllemann »

»Sein neues Buch enthält einige großartige Stücke und Reportagen« - eine <a href="http://www.frankfurterrundschau.de/ress ... cnt=448055" target="_blank" class=postlink>Hymne</a> von Ursula März in der heutigen <i>Frankfurter Rundschau</i> (SPD).
spiridon
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Beitrag von spiridon »

bzw. monetär (CDU)
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Olaf Ittenbach
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Beitrag von Olaf Ittenbach »

Und weiter gehts, die Marketingmaschine ist nicht mehr zu stoppen:
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/ ... 53,00.html
BENJAMIN VON STUCKRAD-BARRE

Spurensicherung am Badewannenrand

Von Ulf Lippitz

Benjamin von Stuckrad-Barre versucht sich als Filmemacher: In der NDR-Dokumentation "Ich war hier" geht der 29-Jährige auf Spurensuche - an Klotüren und in Tiefgaragen. Zeitgleich erscheint sein neuer Textband "Remix 2". Das Wunderkind der deutschen Pop-Literatur flieht darin vor dem Zeitgeist, dem er seinen Erfolg verdankt.

das 29-jährige Multitalent

Der neueste Streich folgt heute: eine dokumentarische Spurensicherung für das Fernsehen, aufgezeichnet an Bushaltestellen, Häuserwänden und Klotüren. "Ich war hier", heißt der für den NDR produzierte Halbstünder - der in Schriftform Teil der simultan veröffentlichten Text-Sammlung "Festwertspeicher der Kontrollgesellschaft - Remix 2" ist.

In seinem Film wirft Stuckrad-Barre Blicke in Gästebücher,

schillernde Medienpersönlichkeit

überrascht er mit einer mehr oder minder versteckten Zerbrechlichkeit. Das ist nicht der rastlose Udo-Lindenberg-Fan,


(usw usf den Rest habe ich mir nicht mehr angetan, aber vieleicht wird unser GB ja auch verwurstet)
"Ich war hier" wird an folgenden Sendeterminen gezeigt: 7.6. 2004, 0.00 Uhr, NDR, 13.6. 2004, 18.30 Uhr, 3sat

Benjamin von Stuckrad-Barre: Festwertspeicher der Kontrollgesellschaft - Remix 2, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004, 496 Seiten, 12,90 Euro
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HellBoy
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Beitrag von HellBoy »

www.stuckradbarre.de hat geschrieben: Benjamin von Stuckrad-Barre, Wiglaf Droste und Franz Dobler lesen: Jörg Fauser
Wiglaf, Wiglaf, und demnächst dann mit Mohr und Broder?
Kann sein, kann auch nicht sein.
Man weiss es nicht.
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